Hilfe zur Selbsthilfe …

Lehrer Lempel

Das Fraunhofer IAO hat Anfang 2004 unter Leitung von A. Greisle eine Zusammenfassung der Ergebnisse der E-Work-Studie veröffentlicht. Die Studie hatte u. a. das Ziel Potentiale und Akzeptanzen für neue neue Informations- und Kommunikationstechnologien für flexible Arbeitskonzepte zu untersuchen. Die Ergebnisse sprechen mir, als Berater & Trainer zu Themen wie „Videokonferenzen planen und leiten“ aus dem Herzen und bestätigt meine Alltagserfahrungen:

Punkt 5. betont hinsichtlich der Akzeptanz aus Anwendersicht (!), dass es Aufgabe sein muss, die Akzeptanz-Faktoren von Beginn an unter kompetenter Begleitung zu stellen. Im Rahmen des Change-Managements müssen den Nutzern diese Faktoren vermittelt werden. Um hohe Akzeptanz zu erreichen sind allerdings auch Hersteller und IT-Verantwortliche gefordert, die Stabilität, Benutzerfreundlichkeit und Fehlerfreiheit der Anwendungen zu sichern.

Punkt 6. klärt die Bedeutung von Support und Qualifikation. Dabei wird hervorgehoben, das es für eine anhaltende Grundakzeptanz von zentraler Bedeutung ist, die Nutzer in die Lage zu versetzen, effizient mit der angebotenen Technik umzugehen. Die Studie belegt, dass Qualifikation und Unterstützung bei Problemen eine hoch signifikante positive Auswirkung auf die Performance im Büro bewirken! Großer Wert wird dabei auf die Unterstützung des Selbstlernens gelegt. Beim Selbstlernen liegt die Rolle der Trainer oftmals in der kompetenten Unterstützung bei offenen Fragen.

Wen wundert`s: Schon Goethe sagte: “ …, lass es mich tun, und ich werde es können!“

New Work und Videokonferenz

Das schreit doch förmlich nach dem Thema Videokonferenz … ,-)

Gefunden unter work-innovation.de

»Wissensarbeit produktiv zu machen ist die große Managementaufgabe dieses Jahrhunderts, so wie es die große Aufgabe des vergangenen Jahrhunderts war, manuelle Arbeit produktiv zu machen.« (Peter Drucker)

Ein Mitarbeiter arbeitet heute im Schnitt fast 3,5 Stunden täglich aktiv mit unterschiedlichsten Informationen und verbringt bis zu 60 % der Zeit mit Kommunikation. Sowohl im Büro als auch unterwegs. Er sucht und findet, liest, schreibt und verwaltet Informationen. Er trifft sich spontan und in geplanten Sitzungen mit Kollegen. Dabei bezieht er immer mehr externe und mobile Teammitglieder mit ein.

Die Erfahrung zeigt, und wissenschaftliche Studien bestätigen das, dass gut informierte und von unnötigen Erschwernissen entlastete Mitarbeiter deutlich besser arbeiten. Ein effizienter Umgang mit Informationen ist bei der heutigen Informationsflut entscheidend. Laut der E-Work-II-Studie des Fraunhofer IAO erreichen Mitarbeiter so eine um bis zu 50 % höhere Performance.

In diesem Prozeß verändert sich die Rolle der Büros. War das Büro in der Vergangenheit häufig der einzige Ort, an dem Arbeit vernünftig erledigt werden konnte, fällt die Funktion durch leistungsfähige Technologien heute weg. Trotzdem wird das Büro weiterhin ein zentraler Bestandteil der Arbeit bleiben – mit einem anderem Fokus: Als Ankerpunkt für die zunehmend flexibel arbeitenden Mitarbeiter, als Orte der persönlichen Kommunikation, mit ausgefeilten Möglichkeiten für kreatives Arbeiten in der Gruppe. Bürogestaltung wird damit zu einer organisatorischen, gestalterischen Aufgabe und legt einen Grundstein für Innovationen und die Entwicklung des Unternehmens.

PS.

Innovationen gelten als Schlüssel für den Markterfolg und als zentraler Ansatzpunkt für die Steigerung der Performance. Einen schnellen Überblick über den Stand des Innovationsmanagements in Ihrem Unternehmen oder Ihrem Bereich können Sie sich mit dem work.innovation-Quickcheck der Alexander Greisle Unternehmensberatung verschaffen.

Mein Leben mit dem Computer …

25 Jahre PC: “Wie geht es Deinem Weltall?” Die Story auf Spiegel Online hat mir gefallen. Am besten der Satz: “Damit haben Sie für viele Jahre ausgesorgt …” ,-))). Sie hat mich animiert, mal selber auf zu schreiben, wie der Computer meine Leben beeinflusst hat.

Fazit: Ich bin zwar später gestartet, aber dafür teurer und mobiler. Das gilt auch für die Webseiten, die auf Basis Web 2.0 geführt werden. Und hoffentlich bald nicht mehr vom Notebook, sondern erneut vom Smartfone aus. Hier meine Story …

Weblog als Konferenztool

Das ZMI.BLOG hat über den Sinn und Zweck von Weblogs als Livetool und zur Nachbearbeitung von Tagungen und Konferenzen nachgedacht. Im Falle von Videokonfernzen erübrigt sich dies meiner Ansicht nach, da ich ja inzwischen auch im Falle von klassischen Konferenzen einen Stream im Web zur Verfügung stellen kann und später dann die Konserve. Ein Beispiel dafür findet sich bei der DINI

www = wirklich, wirklich wollen …

„Bisher hat die Arbeit den Menschen verkrüppelt, jetzt besteht dank intelligent genutzter Hochtechnologie die Möglichkeit, befriedigender, kreativer, phantasievoller und selbstbestimmter zu arbeiten. Massenproduktion und Massenkonsum zerstören diesen Planeten, nachhaltige Individualproduktion erhalten ihn und befreien uns von der Last des Überflüssigen. Die Ökonomie kann zur Randerscheinung werden und wir können die menschlichen Beziehungen in den Mittelpunkt rücken. Eine neue, sinnlichere, humanere, kreativere, flamboyantere und intelligentere Kultur ist jetzt möglich.“

Frithjof Bergmann

hat den Begriff des New Work kreiert! Im Newwork sieht er die Antwort auf die Erwerbslosigkeit nach dem Ende des Job-Systems. Hört sich erst mal bedrohlich an. Aber mitnichten, es geht um das, was wir www = wirklich, wirklich wollen. Na ja, klinkt ein wenig wie Aldous Huxley … ,-)

Büroorganisation, Technologieanbieter und Entwickler haben jedenfalls schnell erkannt, welche Potentiale für betriebswirtschaftliche Effizienz darin stecken und sehr pragmatisch das Thema und den Begriff aufgegriffen. Die neuen Formen der Büroarbeit werden als New Work bezeichnet. Vielen von uns fällt die Bewältigung der Anforderungen von New Work nicht leicht, der Mensch mag nun mal keine Veränderung. Lieber ein bekanntes Unglück, als ein unbekanntes Glück ist sein Motto. In Deutschland mehr als anderswo … Einen excellenten Artikel zum New Work im und für das Office finden wir hier

Für mich bedeutet New work ein sehr flexibles, mobiles Denken und den gekonnten Umgang mit Medien und neuen (online) Werkzeugen und Services. Das Web 2.0 stellt dabei eines der spannendsten Trends dar, denn hier geht es um Selbstorganisation und große Chancen gerade für kleine Unternehmen.

Was hat das mit Viedeokonfrenzen zu tun?

„Kollaborative Werkzeuge“ über das Web sind für mich die Werkzeuge der Zukunft für einen ROI und eine Next Eco! In dem oben beschriebenen Kontext wird nebenbei auch klar, dass die Zukunft klassischer Video-Konferenz-Systeme in IP Verbindungen liegt …

Smart, simplex, connected …

Anstatt sich endlos mit Alternativen herumzuplagen, kürzen Menschen ihre Entscheidungsprozesse ab: Eine Entscheidung muss nicht mehr „optimal“ sein – es reicht, wenn sie „gut genug“ ist. Morgen ist sowieso wieder alles anders. Wir verhalten uns zunehmend „simplex“ und entwickeln unsere eigene gefühlte Alltagslogik.

(Quelle: Trendbüro Hamburg ***)

Auch per Video oder via „virtuellem Office“ zu Konferieren beschleunigt, vereinfacht und optimiert Entscheidungsprozesse. Bspw. indem Optionen genutzt werden, Experten die nicht vor Ort sind ad hoc einzubinden. Dies bestätigt eine aktuell durchgeführte Studie von Markus Warnke & DNF (Mehr auf Anfrage).

Noch passender zum Thema Video-Konferieren, als die Erkenntnisse zur „Simplexity“, empfinde ich den Artikel zum Auslaufmodell „Freundschaft“ (Auszug folgt unten).

Warum? Weil Videokonferenzen für Connectivity sorgen! Und da VC dies mit einer Qualität leistet, welche fast einem face-to-face entspricht, ist VC anderen „Connectivity-Tools“ in der Wirkung deutlich überlegen! Connectivity ist in einer Gesellschaft in der sich oft Alle, alle Optionen offen halten ein existenziell notwendiger Beitrag zur Vertrauensbildung. Connectivitiy sorgt spürbar für mehr „Beziehungsqualität“ und für „Ent-Komplexung“.

Aus eigener Erfahrung und größter Überzeugung gilt für mich:

„Der wirkliche ROI von VC-Infrastrukturen ergibt sich nicht aus der Einsparung von Kosten, sondern aus dem Wert einer erweiterten bzw. verstärkten Connectivity zu Netzwerkpartnern und anderen Geschäftskontakten …“

Hier der Artikelauszug, aus dem Trendbüro-Newsletter (Quelle: Trendbüro HH)

Auslaufmodell „Freundschaft“: Gemeinsam einsam

In der Netzwerkgesellschaft geht die Qualität sozialer Beziehungen zu Lasten der Quantität: die Bekanntschaften nehmen zwar zu, die Zahl der „echten Freunde“ nimmt ab: „Ich kenne fast doppelt so viele Leute wie vor 5 Jahren, aber habe kaum noch jemanden, mit denen ich richtig reden kann.“ (Pascal, 29 Jahre, Hamburg).

Diese Erkenntnis – vom Trendbüro durch Konsumentenworkshops und Straßeninterviews gewonnen – wurde nun durch eine Studie amerikanischer Soziologen belegt: Hatten die Amerikaner im Jahr 1985 noch durchschnittlich drei Personen, mit denen sie wichtige Dinge bei Problemen und Krisen besprachen, so waren es im Jahr 2005 nur noch durchschnittlich zwei Personen. Zugleich hat sich die Zahl der „Einsamen“ auf knapp 25% verdoppelt: Jeder Vierte hat niemanden, dem er sich in Krisen- und Problemzeiten anvertrauen kann, nicht zuletzt deshalb, weil in der Leistungsgesellschaft häufig die Zeit für intensive „Kontaktpflege“ fehlt.

Gemeinsam einsam: Mehr Kontakte, weniger „echte“ Freunde
Dies heißt jedoch nicht, dass die Menschen isoliert sind. Im Gegenteil: Mit 500 „friends“ in der Netz-Community und täglich 30 E-Mails im Posteingang können sie mehr Bekanntschaften haben als je zuvor. Aber: Diese Kontakte sind eher eindimensionale und oberflächliche Bekanntschaften, weniger ganzheitliche und intime Freundschaften. Man unterhält sich über Musik, Beruf oder Sport; existentielle Probleme und innerlich Aufwühlendes wird meist nicht thematisiert.

Positive Folge solch großer Netzwerke ist ein steigender „Vitamin-B-Haushalt“ jedes einzelnen und damit ein einfacher Zugang zu Informationen und Möglichkeiten. Andererseits sind schwache Bindungen auch anfälliger und brüchiger, haben nicht so ein starkes Fundament wie „echte Freundschaften“. Lockere Kontakte sind austauschbar, oft zählt nicht die (ganze) Person, sondern nur die Position oder eine Eigenschaft.

*** Mehr zum Thema und zu den Erkenntissen des Trendtages vom 11. Mai in Hamburg finden Sie, auf den Seiten des Trendbüros Hamburg.