Wenn Videokonfernenzen Leben retten …

Erstmals ist es Ende August 2006 im Rhein-Neckar-Raum gelungen, die Behandlung eines Patienten nach Schlaganfall per Videokonferenz zu unterstützen, berichtet der Informationsdienst Wissenschaft IDW.

Dies im Rahmen einer telemedizinischen Kooperation der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg mit drei Kreiskrankenhäusern. Die Kooperation ermöglicht Live-Videokonferenzen mit hochauflösender Bild- und Tonqualität ebenso wie eine Online-Befundung der vor Ort bei den Patienten durchgeführten Computertomographien.

Seit Februar 2006 wurden über 60 Fern-Diagnosen neurologischer Erkrankungen durchgeführt. Eine Ausweitung der Kooperation auf weitere Partnerkrankenhäuser ist geplant.

Der erste telemedizinische Thrombolyse-Patient, ein 75jähriger Mann, hatte bereits zwei Stunden vor seinem Eintreffen im Kreiskrankenhaus Mosbach eine vollständige Halbseitenlähmung erlitten. Da eine, nur von Fachkliniken mögliche Thrombolyse, nur bis drei Stunden nach dem Schlaganfall anwendbar ist, war es für einen Weitertransport nach Heidelberg zu spät. Die Neurologen des Universitätsklinikums konnten online die Computertomographie-Bilder des Patienten gemeinsam mit ihren Kollegen im Kreiskarnkenhaus auswerten und unterstützten diese per Live-Schaltung bei der Therapie. Mit eindeutigem Erfol: Der Patient erholte sich vollständig und konnte das Krankenhaus bereits nach wenigen Tagen symptomfrei wieder verlassen.

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