Via WebCam ins TV und zum Team in den Video-Konferenzraum

Fernsehzuschauer müssen inzwischen nicht mehr ins Studio kommen, um dort an Diskussionen teilzunehmen. Auch die problemlose Verbindung von Desktop-Web-Konferenzen zum Video-Konferenz-Raum ist inzwischen gegeben, selbst via UMTS oder in einer Lotus Sametime Umgebung.

Jeden Donnerstag kommt der SWR Baden-Württemberg „zur Sache„, wenn Experten mit Zuschauern diskutieren. 

Mit dabei ist ein wirklich einzigartiges Produkt, das dem Sender hilft, seine Zuschauer live per Multipoint-Webkonferenz in das Programm einzubinden.

Die Teilnahme läuft dabei ohne großartige Vorbereitung, denn nach der Einladung laden sich die Zuschauer per Weblink einfach einen Client auf ihren Desktop und wählen sich in die TV-Konferenz ein. Das dies alles wirklich simpel funktioniert belegen das Alter und Wesen der meisten Teilnehmer, es sind Menschen „wie Du und ich“ … 

Trotz Multipoint-Konferenz sind im Hintergrund keine (!!!) aufwendigen Konferenz-Plattformen (MCU) für den SWR nötig, da die Teilnahme untereinander auf Basis einer Peer-to-Peer-Technologie funktioniert. Die Bild- und Sprachqualität ist dabei ziemlich überzeugend, unterstützt wird u.a. der H.264 Standart. Das Ganze lässt sich jeden Donnerstag um 20:15 Uhr persönlich anschauen. Soweit man nicht im klassischen Sendegebiet des SWR weilt, lädt man sich einfach den kostenlosen WebTV-Client Zattoo auf seinen Desktop. Der SWR beschränkt sich auf 4 Teilnehmer je Sendung, technisch machbar ist allerdings die Einbindung von bis zu 40 Teilnehmern inkl. notwendiger Moderatorenfunktionen. Wohlgemerkt „ohne“ MCU-Server im Hintergrund, ohne besondere Hardwareanforderungen und inkl. weitere klassischer Konferenztechnologien wie Recording, etc. …

Soweit zu dem an sich schon beeindruckenden Web-Multipoint Beispiel „SWR“. Das Produkt bietet allerdings weit mehr, da es sich u.a. um eine Hybrid-Lösung handelt. Was in der Folge bedeutet, dass über SIP und entsprechend geeignete MCUs der Zugang in klassische Videokonferenzräume möglich ist und zwar ohne an Firewalls und NATs zu scheitern. Ich durfte es selber auf der AVN Roadshow in Berlin live erleben und war mehr als beeindruckt. Dies um so mehr, als dass der ganze Event auch noch über eine mobile Verbindungen via UMTS abgewickelt wurde, was einiges zum Umgang mit vorhandenen Bandbreiten aussagt. Leider vergisst man in der Regel mit herunter geklappten Kinn spontan ein Foto zu machen, was bekanntlich mehr als 1000 Worte sagt … Sorry! Fakt ist: Die PlaceCam3 in Verbindung mit einer geeigneten MCU bietet endlich eine wirklich leicht passierbare Brücke zwischen Web- und Video-Konferenzen. Mit anderen Worten, ich kann jederzeit, ohne großen Aufwand und große Mehrkosten meine Experten am Desktop (gern auch via UMTS am Pool) in mein Planungsteam im Video-Konferenzraum hinzuziehen. Und wer nur selten Experten nutzt oder noch nicht in Hardware investieren will, der mietet sich einfach den entsprechenden MCU-Service. Endlich, kann ich da nur sagen, oder auch „Morgen komme ich später rein“ … ;-)

Aber, aller guten Dinge sind Drei, heißt es so schön. Mit der PlaceCam4Sametime gibt es einen Browser-Plugin, der die PlaceCam perfekt in die Lotus Sametime Umgebung integriert. Wobei die Steuerung komplett via „Webmeeting“ erfolgt, um den Nutzer ein Arbeiten in gewohnter Desktop-Umgebung zu sichern. Auch das, eine clevere Idee der PlaceCam Entwickler*, um Marktbedürfnisse zu bedienen.

Fazit: Für mich ist die PlaceCam die Innovation der diesjährigen Roadshow von AVN. Um so mehr, als dass der Client bereits für Windows und Linux existiert und es für OS X eine Betaversion gibt.

* Hinter den „PlaceCam“ Lösungen steht die Daviko GmbH, einem Spin-Off der FH für Technik und Wirtschaft, Berlin und Gewinner des „Gründungswettbewerbs Multimedia“ des Bundesministerium für Wirtschaft.

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