Ernsthaftere Lösungen in Fragen der Raumplanung finden sich in Burgstetten, einem kleinen, idyllischen Ort im ländlichen Umfeld von Stuttgart. Burgstetten ist der Sitz von Holzmedia, einem Entwickler und Hersteller von Medienmöbel für Konferenzräume, den ich in der letzten Woche besucht habe. WOW, kann ich nur sagen! Die Lösungen von Holzmedia sind aus meiner Sicht die reinste Wohltat in einem riesigen Umfeld, belangloser Rollwägelchen und Tischchen für Videokonferenz- und Medientechnik. Design und Funktion von Holzmedia sind überzeugend durchdacht, wie auch zum Teil sehr ausgefallen. Man stelle sich bspw. eine Projektionsfläche vor, die zugleich als Wasserfall und Regulator für das Raumklima genutzt wird … Was mich aber noch weit mehr überzeugt hat, ist das Zusammenspiel der einzelnen Medienmöbel. Man spürt, dass hier zugleich Planer, Gestalter und Umsetzer von kompletten Besprechungs- und Konferenzräumen zu Werke gehen. Einmal abgesehen von den Telepresence-Räumen von Anbietern wie Cisco, HP, Polycom, etc. habe ich bisher keine schlüssigeren Lösungen gesehen. Wobei hier eben die Option liegt, mit jeglicher gewünschte Konferenztechnik Lösungen zu finden, die Rücksicht auf das Corporate Design oder spezielle Raumgrößen und -formen nehmen. Das klingt alles sicher ein wenig euphorisch, aber ich bin halt wirklich beeindruckt. Jedenfalls habe ich bisher kein schlüssigeres Zusammenspiel von Möbeln und Technik gesehen, um ein kollaboratives Zusammenwirken von Gruppen und Teams zu ermöglichen.
Archiv für März 2008
An diversen Stellen gibt es hier bereits etwas über “Sensorische Entzugsboxen”, sprich “schlechten Arbeitsraum” zu lesen. Echte Inspiration, frustrierenden Arbeitsplätzen entgegen zu wirken finden sich unter Wired,com. Hier zeigen echte Freigeister, was selbst auf kleinsten Raum machbar ist …
Spannend ist aus meiner Sicht, wie mobile Tools und Webservices Alltagskultur verändern. Vor ca. 10 Jahren kam das Speeddating auf, das sind Veranstaltungen, bei denen man 30 Sekunden für ein Gespräch unter vier Augen Zeit. Danach wird entschieden, ob sich beide Seiten mögen oder nicht. Ob das nun gut oder schlecht ist, muss jeder für sich entscheiden … Webkonferenzen über den Browser ermöglichen inzwischen das Tempo beim Kennenlernen weiter zu beschleunigen.
Kissnofrog.com (deutschsprachig) und WooMe.com (international) sind zwei Plattformen, auf denen man per Webcam in Diskussionen einklinken kann und in zwei Minuten entscheidet, wen der Teilnehmer man mag. Mag man sich gegenseitig, landet man automatisch in einer Buddylist und kann weiter chatten. Ein Vorteil gegenüber Facebook, Myspace & Co. ist sicherlich, dass es schwerer sein dürfte “Fake-Profile” zu generieren … Trotzdem, … für mich ist das nix, ich geh jetzt mal in die Eckkneipe und halte mich ans “Reallife” ,-)
Nachtrag vom 4. Mai 2008
Seit gestern gibt`s auch einen Bericht in Spiegel Online dazu.
2006 und 2007 war der VIKTAS-Tag eine spannenden Angelegenheit. Neben zahlreichen Praxisberichten im Umgang mit VK gibt bspw. der regelmäßige Vortrag zum Staus Quo von Videokonferenzen, von Dr. Ulrich Schwenn einen hervorragenden Überblick. Ziel der Arbeitsgruppe ist, Anwendungsfälle zum Einsatz von Videokonferenzen aufzuzeigen, zu analysieren und Empfehlungen für die Praxis zu geben.
Die Veranstaltung findet am 3. April in Berlin, Hamburg, München und Zürich statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung aber notwendig. Der Link zur Website findet sich hier …

