Archiv für September 2006

Umgang mit Wandel …

VKonferenz_KHB

Ein Freund beschrieb den Charakter von uns Deutschen mit dem Zitat: “Die haben lieber ein bekanntes Übel, als ein unbekanntes Glück!” Ob das so stimmt weis ich nicht, aber nachweislich fällt es uns Deutschen schwer neue Arbeitsmittel und -formen für Information und Kommunikation zu akzeptieren und sich daran zu gewöhnen. Und erst recht den Umgang damit so zu trainieren, dass diese Hilfen, eine wirkliche Erleichterung für den einzelnen werden und Geschäftsprozesse oder auch das private Leben verbessern. Welcher Manager ist schon in der Lage, dass, was ihm sein Nokia Communicator oder Vodafone VPA Compact III an Arbeitserleichterung und Konvergenz bietet wirklich aus zu schöpfen? Wie viele Menschen gibt es, die den Ehrgeiz und natürlich auch den notwendigen Grad an Genesung besitzen, um vom Krankenbett aus, mittels Handy und Notebook eine Video- oder Webtelefonie zu realisieren, um “näher” mit der Familie oder “in Verbindung” mit Geschäftspartner zu sein? Und wie viele von denen erkennen und spüren überhaupt den Sinn und Mehrwert gegenüber einem herkömmlichen Telefonat dabei, der im Übrigen ganz absolut vorhanden ist?

Einer von denen, die viel von moderner Information und Kommunikation verstehen, ist Tim O`Reilly, der den Begriff des Web 2.0 geprägt hat. “Die Zeit” bietet uns ein spannendes Interview mit ihm, um vielleicht die eine oder andere eigene Vision zu entwickeln, wie wir uns in der eigenen Kommunikation, beruflich oder privat, besser organisieren.

Vyew …

Shot_vyew.free.office

Matthias Rückel berichtet über vyew, ein kostenloses “virtuelles Office” mit Web 2.0 Funktionen. Sehr interessant …

Für newwork.biz habe ich gleich mal einen Raum eingerichtet und werde ihm hier im Blog, in der Rubrik “Live Conference Services” einen festen Link geben ,-)

Erste Multipoint-Videokonferenz-Lösung in HD Qualität …

HDTV LifeSize

AVN-Solution realisiert aktuell in Kooperation mit den Herstellern Codian und Lifesize, die erste wirkliche Multipoint-Videokonferenz im High-Definition Qualitätsstandard überhaupt. Eine Qualität also, die identisch mit HD-TV ist, dem aktuellen Top-Standard im TV-Bereich. Auftraggeber ist die Charite Berlin.

Die Lösung ermöglicht, dass Konferenzteilnehmer im medizinischen Umfeld mit HD-TV identischer Qualität Konferenzen abhalten können. Dies nicht nur Punkt-zu-Punkt, sondern auch in Mehrpunktkonferenzen und zwar mit bis zu 25 Bildern/s.

Der Nutzen liegt zum einen in einem noch stärkeren Reallife-Charakter der Konferenzen, womit diese schlichtweg noch angenehmer werden. Zum anderen gibt es speziell in diesem Bereich bspw. die Option diagnostische Situationen zu verbessern bzw. zu erleichtern.

Seitens der Hard-/Software basiert die Lösung auf einer 16:9 HD Kamera und entsprechender VK-Anlage von Lifesize. Codian, als Hersteller für Infrastrukturlösungen, stellt die Videobrücke, welche nicht nur HD-Ready ist, sondern den Endpunkten auch tatsächlich HD-Qualität liefert. HD funktioniert beeindruckend stabil, was ich bereits selber im Frühjahr erleben durfte.

grafik_aufbau_hd_video.jpg

Dass die hier beschriebene Lösung sehr anspruchsvoll ist, erkennt man schon daran, dass es zum einen aktuell nur einen* Hersteller gibt, der etwas “Lauffähiges” anbieten kann und zum anderen, dass bestehende Infrastrukturlösungen nur bedingt HD-fähig sind. Damit HD wirklich “voll zum Tragen kommt” und zur Verbesserung der Kommunikation beiträgt, muß nicht nur das Endgerät HD liefern, sondern auch die restlichen Komponenten HD unterstützen, bspw. die Leitungs-Bandbreite und die Bildwiedergabe-Quellen.

Ich bin sehr, sehr gespannt, wie die Reaktion der Anwender auf diesen Qualitätssprung ist.
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* (Ein weiterer Hersteller hat gemeldet, dass er jetzt auch HD bietet. Mal sehen, was wirklich dahinter steckt …)

Information Worker Performance

Alexander Greisle, der eng mit dem Fraunhofer IAO verbunden ist hat im März eine Studie zur “Information Worker Performance” durchgeführt. Der deutliche Zusammenhang zwischen Information & Kommunikation und der gesamten “Arbeits-Effizienz” bestätigt sich auch hier einmal mehr. Auch der in der EMNID Studie von 2001 festgestellte “bescheidene” Status zum Thema IuK-Technologie kommt hier durch die Selbsteinschätzung der Befragten erneut zum Ausdruck aus:

Selbsteinschätzung zur IWP

Es gibt also noch viel zu tun, um “Büroarbeit auf ein Maximum zu reduzieren”. Information und Wissen via Video- und Web-Kollaboration zu “fusionieren” ist eine der Optionen …

Die wesentlichen Empfehlungen der Studie lauten:

• Unternehmen sollten das hierzulande hohe Potenzial für eine bessere Arbeits-Effizienz durch ein besseres Informations- und Wissens Management gezielt aktivieren.

• Dazu muss das Bewusstsein über die verfügbaren Möglichkeiten und deren Vorteile erhöht werden. Dies kann zum Beispiel durch gezielte prozess- oder aufgabenorientierte Schulungs- und Informationsmaßnahmen innerhalb der Firma erreicht werden.

• Das Wissen bezüglich Strategien, Methoden und Werkzeugen des persönlichen und teambezogenen Informationsmanagement bei den Anwendern – in der Analogie zum Zeitmanagement – muss weiter auf- und ausgebaut werden.

• Die Soft- und Hardwareentwickler sollten einen situations- und kontextorientierten Zugang zu den Funktionen ermöglichen. Das kann, auch ein Aspekt der Awareness, den Nutzungsgrad steigern und erhöht die Usability.

Eine Management Summary mit weiteren Kernaussagen finden sich hier

Quelle: Alexander Greisle

Der Technikmuffel Michel …

nicht höhren, sprechen, sehen ...

Warum haben in Deutschland bisher so wenige Web2.0 oder Social Software Startups in diesem Bereich Fuß gefasst. Warum sind immer noch so wenige Blogs aktiv? Liegt es wirklch an unserer Mentalität?

Diese Fragen stellt Siegfried Hirsch, Moderator des Social Software Forum in openBC. Eine Antwort gibt vielleicht die von Emnid und GDV in 2001 europaweit durchgeführte Studie zur “Zukunftsfähigkeit der Deutschen”, die u. a. mit dem Fazit schließt:

“Fit für die Zukunft? Da haben wir noch unsere Defizite. Vor allem wenn es um Kenntnis und Anwendung moderner Kommunikationstechniken geht…”

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e-Collaboration Forum vom 5. bis 8. Dezember

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Die Anforderungen an die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und Organisationen sind immens gewachsen. Die Gartner Group prognostizieren, dass bis im Jahr 2009 rund 60 Prozent aller neuen Collaboration-Projekte eine enge Integration von Lieferanten, Partnern und Kunden beinhalten. Laut Gartner werden bis 2009 neun Milliarden Dollar in Softwarelizenzen für Portale, Collaboration und Content-Management investiert.

Die Mitarbeiter mit Email und Kalender zu versorgen reicht nicht mehr aus, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Unternehmen müssen sich neu orientieren und die Voraussetzung für den „Collaborative Workplace“ schaffen. Denn die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmens wird künftig mehr und mehr von den Beziehungen und dem Wissensaustausch zwischen Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Lieferanten und Kunden bestimmt.

Das e-Collaboration Forum präsentiert vom 5. bis 8. Dezember 2006 die neusten Ideen und Strategien auf dem Weg zum “Collaborative Workplace”.

Anleitung zum Unglücklichsein …*

Die Schnecke reiten ...

*Um es mit Watzlawick zu sagen: “Man kann nicht, nicht kommunizieren!” …

Hier ein schönes Beispiel von Matthias Rückel wo Kommunikation endet, wenn ohne Kompetenz via Video oder Web (kol)laboriert wird. Sag ich doch, eKonferieren will gelernt sein, Technik installieren allein reicht eben nicht …

Adam trifft Eva trifft Apfel …

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Also, die Äpfel gibt es ja inzwischen mit integriertem “Auge”, um via Web bspw. aus dem Paradies aller Welt Grimassen zu schneiden. Und außerdem gibt es noch ganz viele weitere Argumente für die Äpfel, bspw. dass es überhaupt keine Probleme mit Viren und Würmer gibt, sie zum anbeißen schön sind, und, und, und …

Aber unter uns, der wahre Grund sich als Coach einen 17″er von Apfelbaum zu pflücken findet sich eindeutig über diesen Zeilen oder größer hier. Ach ja, das Berater- und Trainerleben … Wie uns andere Menschen doch immer wieder um unseren paradiesischen Job beneiden … Zumindest so lange, bis es zum Sündenfall kommt und uns eine höhere Instanz hinauswirft ,-)

Kooperation & Kollaboration

In den letzten Tagen wurde heftig diskutiert*, um was es auf diesen Seiten eigentlich gehen soll. Profilschärfe wurde erfragt und war gefragt …

Das Ergebnis ist aus meiner Sicht: Vor allem Instrumente und Handlungen sind expliziter auseinander zu halten sind, ohne eines von Beiden abzuwerten.

Officework - reduced to the max bezieht sich auf eine “Wissensgesellschaft” und Menschen die eine zentrale Aufgabe darin sehen, Wissensarbeit zu “industrialisieren” bzw. produktiv zu gestalten. Wissenarbeit ist inzwischen ineffizient, wenn es ein permanenter individueller Prozess, abhängig von Einzelnen ist und bleibt.

Wissenarbeit heute ist ein performant gestaltetes Teamwork. Informations- und Kommunikations-Prozesse stehen dabei im Vordergrund sowie der notwendiger “Culture Change”. Instrumente wie bspw. Videokonferenz-Technik, Webkollaborations-Software, Mobile-Office Hard & Software oder flexibles Raumkonzepte im Sinne des Newwork sind dabei eben nur (sehr wichtige) Hilfsmittel.

In Zukunft soll dieser Weblog vor allem einen Schwerpunkt darauf legen, “(Büro)Arbeit neu zu denken” und dies an pragmatischen und praktischen Fallbeispielen zu dokumentieren. Dabei spielen Prozesse der KOOPERATION & KOLLABORATION einen zentralen Faktor. Natürlich bedarf beides geeigneter Umfelder und Tools! Und natürlich werde ich auf diese hier eingehen, aber eben immer nur als Mittel zum Zweck …

Wer mehr als Beispiele, Ideen und Tipps an dieser Stelle möchte, der nutzt die Kontaktoptionen oder die Konferenzoptionen in der rechten Spalte …

*Diskutiert wurde ganz im Sinne eines “mobile office work”, einmal live-online von einer Baustelle aus (was niemand gemerkt hat ,-) und einmal im Reallife im und aus dem Resto heraus. Officeworke - reduced to the max sorgt eben für mehr Performance und definiert das Büro ohne Restriktionen unter anderem dort wo man gerade ist …

Virtuelle Konflikt-Moderation …

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Mein Geschäftspartner und Freund Thomas moderiert Gruppenprozesse, im Bereich Team-Entwicklung, Strategie-Entwicklung und interner Konflikte. Und das bundesweit … Fragt sich doch, warum so etwas noch nie via Video- oder Web-Konferenz gelaufen ist? Ist ja nicht so, dass der Mann nicht gefragt ist … Warum nicht spontaner zusammen kommen? Warum immer Reisekosten?