Archiv für Mai 2006

Trainings, wieso, weshalb, warum …

Trainings zu VC, wieso, weshalb, warum, …? Hier eine absolut einleuchtende Erklärung … Ein Film sagt ebend mehr als 1.000 Worte … (Einfach nur auf das Bild klicken. Klappt allerdings nur via aktuellem Mediaplayer oder VLC …)

shot conferencecall

Hatte ich eigentlich schon auf Trainings via pepperoni.net verwiesen? ,-))))

Ist konferieren mit Skype sicher?

In den letzten Wochen gab es in meinem Umfeld gegensätzliche Standpunkte zur Sicherheit von Konferenzen via Skype bzw. Skypecast. Zum einen kenne ich einen international agierenden Businessanwender mit über 1000 Mitarbeitern, der Skype firmenintern/-extern aktiv einsetzt. Zum anderen wurde auf der AVN Roadshow sowie im Rahmen eines Experteninterviews zu Thema VC, Skype massiv abgelehnt. Die Gründe dafür waren, dass Skype eine peer-to-peer Lösung ist und somit quasi zwangsweise über fremde Rechner geht, und weil es für Gespräche in klassische Netze (wie andere VoIP Lösungen auch) Gateways nutzt, die als Sicherheitsrisiken betrachtet wurden.

Daraufhin habe ich einmal ein wenig gegoogelt und bin für mich zu dem Ergebnis gekommen, dass Skype durchaus so sicher bzw. unsicher ist, wie traditionelles Telefonieren.

Siehe dazu auch den sehr informativen Artikel von Florian Messner und die Infos unter voip-information.de

Bei Skype muss man doch Folgendes sehen: Im Gegensatz zu SIP-Anwendungen kommt bei Skype unter anderem “garantiert” eine hohe und permanente Verschlüsselung aller Daten zum Einsatz. Dies sogar bei Verbindungen zu klassischen Telefonanschlüssen, zumindest bis zum Gateway. Vom Gateway zum Telefon erfolgt dann keine Verschlüsselung mehr, was genauso für “traditionelle” Telefonate gilt. Weitere, zusätzliche Sicherheitsoptionen sind für Skype gegeben …

OK, jetzt kann man, dass Gateway natürlich als eine kritische Schnittstelle sehen. Das gilt ja bspw. auch beim Banking via WAP, da stehen die Gateways ja auch nicht irgendwo, sondern unter Kontrolle und Verschluss in den EDV-Zonen der Geldinstitute. Aber wir sprechen ja hier über Voice und nicht über Banking. Und da gilt doch: Sind nicht auch traditionelle Telefonleitungen die wir für unsere Kommunikation in der Regel benutzen nicht genauso angreifbar? Letztendlich kann ich ja auch dort eine Leitung direkt anzapfen. Und bitte schön, wie viele Mails werden nicht verschlüsselt bzw. wie lässig wird mit dem Thema umgegangen …?

Für mich stellt sich Skype daher als eine Lösung dar, welche nicht weniger sicher ist, als die klassische Telefonie und ganz bestimmt sicherer ist, als die Kommunikation via E-Mail. Wer mehr Sicherheit haben will, muss das fairerweise auch bei den anderen Kommunikationskanälen sicher stellen. Mit SIP-Lösungen (Session Initiation Protocol), die sich in naher Zukunft auch mit klassischen VideoKonferenzen verbinden lassen, wäre ich dagegen sehr zurückhaltend …

Die gößte Unsicherheit empfinde ich bei Skype im Bereich der Software-Einstellungen. Nämlich darin, welche USER man zulässt und darin, wie USER mit Ihren Skype-Kennwort umgehen (so sie es denn kennen). Und das hat halt weniger etwas mit dem System, als mit dem Menschen selber zu tun …

Nachtrag am 30.06.2006:
Einer der es ganz anders sieht, aber offensichtlich auch wirtschftliche Interessen hat es anders zu sehen, findet sich hier

Nachtrag am 01.06.2006:
Das wird hier noch ein Security-Weblog, wenn es so weiter geht ,-). Aus verschiedenen Quellen erreichten mich Mails zum obigen Thema. Alles sehr interessant, wobei ich persönlich keinen Widerspruch zu meiner Aussage erkennen kann, dass Skype nicht unsicherer ist als klassische Telefonate … Siehe 1, - 2, - sowie das folgende Zitate aus einer Mail:

• “… Ein Mann namens Philippe Biondi hat sich mit Skype beschäftigt.
Das Handout (PDF) ist zum einen technisch interessant. Zum anderen ist intereressant, wer den Philippe für die Arbeit bezahlt hat:
- das EADS Research Center! Dazu würde ich gern wissen, ob EADS Skype für kommerzielle und forschungsorientierte Telefonate nutzt.
Wenn EADS damit keine Probleme hat, wäre das ein Hinweis auf gute IT-Security …”

Nachtrag vom 25. Juli 2006
Ein weiterer sehr kompetenter Kommentar findet sich hier. Um diesen zu lesen ist aber eine Anmeldung bei openBC notwendig.

Skype Mood Message

Mittels Skype Mood Message lassen sich persönliche Stimmungen neben dem Nutzernamen stellen. Muss man aber nicht, genauso lässt sich dort ein wenig für ein Thema werben, indem man in das entsprechende Textfeld eine kleine Headline oder einen Hinweis eingibt. Warum nicht, kostet ja nix …

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Focus Mobility

Dani am TV 100

Ende 2002 habe ich einen Artikel für die Zeitschrift Mensch&Büro zum Thema “Net(t)working … Anytime! Anywhere!” geschrieben. Wurde leider nie veröffentlich, ist aber immer noch weitestgehend aktuell. Insofern stelle ich diesen mal an dieser Stelle in`s Netz.

Beschrieben wird eine “Eco of Connectivity”, bei der es darum geht, Organisations- und Beziehungsstrukturen neu zu vernetzten, indem man hochflexible und dennoch aufeinander eingespielte “Communitys” kreiert oder ihnen angehört. Passt auch wunderbar zum Thema Schwarmintelligenz und Simplexity.

Richtet man den Fokus auf die dafür notwendigen Technik & Tools wird schnell deutlich, von welchem Nutzen klassische, wie auch webbasierte Videokonferenzen sein können oder auch Lösungen wie Skype …

Link zum Artikel im PDF-Format

SkypeCast Test

Matthias Rückel hat SkypeCast installiert und getestet. Ein neuer Service von Skype, um kostenlose webKonferenzen zu ermöglichen und zu managen. Seine Beschreibung und sein Eindruck findet sich hier

Mein Eindruck ist der, dass es verwirrend ist, dass selbst von Skype gesagt wird man müsse Skype 2.5 Beta installieren. Stimmt gar nicht, da als Frontend der Webbrowser dient. Ansonsten schließe ich mich der Bewertung von M. Rückel an, dass hier lediglich eine simple “Telefonkonferenz” ermöglicht wird. Mehr Möglichkeiten gibt es bspw. mit dem Plugin von Unyte

Trotzdem sollte man folgendes sehen: Skype mit seinen Diensten bewegt sich stark in Richtung Web 2.0, indem es das spontane Zusammenkommen sich “fremder” Personen fördert, die ein Thema verbindet. Beispiele sind der Übersetzungsservice oder die Option seine Skypepräsenz auf der Website oder in den Mails anzeigen zu lassen. Das ist in seiner Grundidee schon sehr interessant. Bei SkypeCast gilt dies insbesondere in Verbindung mit der entsprechenden Website, auf der jeder die kommenden Konferenzen sehen, sich anmelden und daran teilnehmen kann. Das ist vergleichbar einem öffentlichem Forum, auf dem man sich mit Menschen austauscht, welche thematisch gleiche Interessen haben! Insofern finde ich, sollte man SkypeCast nicht unterschätzen, auch wenn es aktuell relativ wenig bietet.

In dem Kontext ist auch die relativ große Nutzerzahl von Skype zu sehen (100 Mio. Downloads), welche einen deutlichen Vorteil gegenüber anderen Diensten solcher Art hat, die aktuell mehr bieten. Ich muss da sofort an Windows und Word in seinen Anfängen denken. Die waren den Wettbewerbern in seiner Qualität auch schwer unterlegen, nur dass sie auf fast jedem Rechner waren und die anderen nicht …

Wo M. Rückel auch recht hat: SkypeCast promotet diese Art der Kommunikation und davon haben letztendlich alle Anbieter solcher Services und Lösungen etwas … (und deshalb kommt SkypeCast jetzt auch in meine Linkliste ,-)

Videokonferenz Roadshow in Hamburg

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Am 11. Mai machte die Roadshow von AVN-Solution Station in Hamburg. So ein Termin lässt den neutralen Besucher zunächst einmal befürchten, dass hier reichlich Produkt-Präsentationen stattfinden und weniger auf allgemeine Trends im Bereich Videokonferenzen eingegangen wird. Ob dem so war oder nicht lässt sich mit einem klaren JAIN beantworten.

Gäste der “AVN-Solution Days” waren überwiegend Entscheider aus Unternehmen mit erheblichem Fachwissen zum Thema. Dementsprechend wurde auf sehr technische und sehr spezifische Themen eingegangen. Nach einer allgemeinen Einführung durch AVN Berlin zu den aktuellen Trends der Branche (IP und QoS, Protokolle/Standarts, Streaming, Konvergenz, etc.) folgte ein Fachbeitrag zum Thema Sicherheit und Firewalls. “Lange Rede kurzer Sinn”, kann ich dazu nur als Fazit festhalten - es gibt keine Aufgabe, die sich in diesem Umfeld nicht lösen lässt, wenn es darauf ankommt.

Teil II des Events waren Produktvorstellungen. Ist schon interessant, was eine MCU heute leisten kann. Was mich persönlich am meisten beeindruck hat, waren die integrierten Streaming-Optionen inkl. Chat, inkl. Recording sowie die beeindruckende Administrationsoberfläche. Ist nicht unbedingt alles neu, aber in der Kompaktheit und Einfachheit dann doch. Und die Option via H.239 Daten bei sehr hoher Qualität ins Netz zu streamen, ist natürlich ein erster Schritt, um auch mittels klassischer Systeme Webkollaboration zu betreiben.

Der Hit für mich, war an dem Tag die Demonstration einer Konferenz in HDTV-Qualität. WOW kann ich dazu nur sagen, dass kommt ziemlich cool rüber und ist absolut beeindruckend. Möglich wird das Ganze erst durch einen spezielle neue Prozessorgeneration die einen Bandbreite von “echten” 16:9 unterstützt und welche die Betrachtung eines Such-Fluges (realtime natürlich) via Google-Earth oder eines HD-Films zu einem wirklich ruckelfreiem Erlebnis macht. Die Sache ist um so schicker, weil Apple mit von der Party ist und das Design der Geräte und deren einfache Bedienbarkeit wirklich beeindruckend ist. Andererseits muss man die Kirche im Dorf lassen, denn die Qualität erfordert aus meiner Sicht je Kanal mindestes 1 MB Bandbreite und das sinniger Weise in beide Richtungen. Im Falle von Point-to-Point mag das ja noch harmlos sein, aber falls mal mehr Punkte dran hängen, sollte man lieber mal einen Blick auf seine aktuellen Netzkapazitäten werfen. Außerdem …, 1 MB sind nicht die Obergrenze der Möglichkeiten, sondern 4 MB! Und wer hat schon Lust, seine aktuell vorhanden und solide funktionierende VC-Ausstattung in die Tonne zu kloppen? Andererseits so ein WM-tauglichen Plasmaschirm, das wäre schon was, nicht ,-). OK, Vorstand und Geschäftsführung zu erst …

Summa, summarum lässt sich festhalten: Es war eine Technik-Trendshow von (m)einem Videokonferenz-Technik Berater und Händler. Klasse gemacht und in wirklich guter räumlicher Atmosphäre. Was mir thematisch zu kurz kam ist natürlich der enge Bezug zu anderen Faktoren, wie Raumplanung oder Organisationsstrukturen, welche einen erheblichen Einfluss auf den Erfolg einer effizienten, wie effektiven Nutzung von VC haben.

Gruppenknuddeln …

Robert Basic und sein Blog sind gut für so manche interessante Meldung. Hier ein schöner Beitrag zum Gruppenknuddeln via Skypecasts und ein einleuchtendes Beispiel, warum Konferenzlösung nicht gleich Konferenzlösung ist, und warum die einen mehr und die anderen gar nix kosten …