Videokonferenz Roadshow in Hamburg

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Am 11. Mai machte die Roadshow von AVN-Solution Station in Hamburg. So ein Termin lässt den neutralen Besucher zunächst einmal befürchten, dass hier reichlich Produkt-Präsentationen stattfinden und weniger auf allgemeine Trends im Bereich Videokonferenzen eingegangen wird. Ob dem so war oder nicht lässt sich mit einem klaren JAIN beantworten.

Gäste der “AVN-Solution Days” waren überwiegend Entscheider aus Unternehmen mit erheblichem Fachwissen zum Thema. Dementsprechend wurde auf sehr technische und sehr spezifische Themen eingegangen. Nach einer allgemeinen Einführung durch AVN Berlin zu den aktuellen Trends der Branche (IP und QoS, Protokolle/Standarts, Streaming, Konvergenz, etc.) folgte ein Fachbeitrag zum Thema Sicherheit und Firewalls. “Lange Rede kurzer Sinn”, kann ich dazu nur als Fazit festhalten - es gibt keine Aufgabe, die sich in diesem Umfeld nicht lösen lässt, wenn es darauf ankommt.

Teil II des Events waren Produktvorstellungen. Ist schon interessant, was eine MCU heute leisten kann. Was mich persönlich am meisten beeindruck hat, waren die integrierten Streaming-Optionen inkl. Chat, inkl. Recording sowie die beeindruckende Administrationsoberfläche. Ist nicht unbedingt alles neu, aber in der Kompaktheit und Einfachheit dann doch. Und die Option via H.239 Daten bei sehr hoher Qualität ins Netz zu streamen, ist natürlich ein erster Schritt, um auch mittels klassischer Systeme Webkollaboration zu betreiben.

Der Hit für mich, war an dem Tag die Demonstration einer Konferenz in HDTV-Qualität. WOW kann ich dazu nur sagen, dass kommt ziemlich cool rüber und ist absolut beeindruckend. Möglich wird das Ganze erst durch einen spezielle neue Prozessorgeneration die einen Bandbreite von “echten” 16:9 unterstützt und welche die Betrachtung eines Such-Fluges (realtime natürlich) via Google-Earth oder eines HD-Films zu einem wirklich ruckelfreiem Erlebnis macht. Die Sache ist um so schicker, weil Apple mit von der Party ist und das Design der Geräte und deren einfache Bedienbarkeit wirklich beeindruckend ist. Andererseits muss man die Kirche im Dorf lassen, denn die Qualität erfordert aus meiner Sicht je Kanal mindestes 1 MB Bandbreite und das sinniger Weise in beide Richtungen. Im Falle von Point-to-Point mag das ja noch harmlos sein, aber falls mal mehr Punkte dran hängen, sollte man lieber mal einen Blick auf seine aktuellen Netzkapazitäten werfen. Außerdem …, 1 MB sind nicht die Obergrenze der Möglichkeiten, sondern 4 MB! Und wer hat schon Lust, seine aktuell vorhanden und solide funktionierende VC-Ausstattung in die Tonne zu kloppen? Andererseits so ein WM-tauglichen Plasmaschirm, das wäre schon was, nicht ,-). OK, Vorstand und Geschäftsführung zu erst …

Summa, summarum lässt sich festhalten: Es war eine Technik-Trendshow von (m)einem Videokonferenz-Technik Berater und Händler. Klasse gemacht und in wirklich guter räumlicher Atmosphäre. Was mir thematisch zu kurz kam ist natürlich der enge Bezug zu anderen Faktoren, wie Raumplanung oder Organisationsstrukturen, welche einen erheblichen Einfluss auf den Erfolg einer effizienten, wie effektiven Nutzung von VC haben.

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