Ein sehr schöner Artikel zu unterschiedlichen Generationen im Office und deren Bedürfnisse im Bereich der Raumplanung bzw. Raumgestaltung findet sich in der karrierebiebel.de. Basis stellt eine Studie von Steelcase dar. Als echter Zwilling fühle ich mich übrigens der Generationen “X” & “Y” nicht weniger verbunden, wie meiner gebürtigen “Boomer” Generation. Flexible Büros, personalisiert Bereiche und Design, top Technik sind einfach eine leckere Sache.
Von einem Treffen der Generationen, wie es in der karrierebiebel.de steht, würde ich eher nicht sprechen. Die Veteranen stellen ob ihres Alters kaum noch eine nennenswerte Gruppe dar, da ihr Anteil nur noch bei 2% liegt. Allerdings, ich gehe eine Wette ein: Die sensorischen Entzugszonen (Kontore) in der Bürowelt dürften sich heute noch zu einem deutlich höherem Prozentsatz im Alltag wieder finden. Es bleibt also noch genug zu tun für Raumplaner …
Seit gut einer Woche teste ich das iPad auf seinen Nutzen für mich und mein Multi-Media-Home Umfeld. Abgesehen davon, dass es im positiven Sinne als Oma-Computer gepriesen wurde - und dem kann ich mich nur anschließen -, wird es immer wieder als Heilsbringer für die Verlagslandschaft gesehen. Mein Eindruck:
Die multimedialen, wie interaktiven Optionen sind zweifellos zunächst einmal wirklich beeindruckend (1. Beispiel, 2. Beispiel, 3. Beispiel). Vergleiche ich aber Produktionen wie die Spiegel App oder den Iconist mit der App von brandeins in der Praxis, so stelle ich für mich persönlich fest, dass es mir ein wenig wie zu Zeiten des BTX ist oder zumindest dessen Anfänge. Da wird mit aller Macht “Multimedia” produziert, um zu beweisen wie viel besser nun die Zeitung ist und dass es sich hier zu zahlen lohnt. Für mich alles ganz nett, aber vom eigentlichen Inhaltlich doch eher ablenkend und somit abwertend. Da ist die brandeins App oder auch bspw. die kostenfreien Seiten von Spiegel Online für Mobiles weitaus besser für meine Wahrnehmung. Gerade die brandeins, welche einfach das komplette Heft via App zur Verfügung stellt, hilft mir mit ihrem Verzicht auf jegliche Multimedia-Show, ein Thema konzentriert zu lesen. Dabei ist die App aus meiner Sicht durchaus besser als das Heft: Zum einen kann ich es gegenüber der Printausgabe von überall aus direkt auf mein Pad laden, zum anderen stehen mir hier eben nur wenige “ausgewählte” Optionen (Lesemodus, Vergrößerung der Schrift, Lesezeichen) zu Verfügung. Und zu guter Letzt, ist die Brillianz der Bilder dem Print deutlich überlegen …
Fazit zu Zeitschriften auf dem iPad: Das Wenige scheint auch hier einmal mehr, das Mehr zu sein? Und: Inhalt steht noch immer vor Form, auch beim iPad ,-)
PS. Was man mit einem iPad alles machen kann, soweit man etwas Klettband zur Hand hat findet es hier … Oder, wer sich gar nicht von seiner Schreibmaschine trennen kann, dem wir hier Rettung visualisiert … Wer die Anfänge der iPad Roboter sehen will, der schaue hier … und wer seinen “Würfel” nicht missen mag, der schaue hier …
Kürzlich habe ich hier zum Thema GoogleTV gepostet. Sehr interessant zu dem ganzen Thema ist der Blog von Bertram Gugel (kein Scherz ,-).
In seinem Artikel: “GoogleTV ist zu klein gedacht” stellt er fest, dass Google aus dem Netz heraus geht, während Apple ins Netz geht. Was für beide eher ungewöhnlich ist.
Passt aber aus meiner Sicht sehr gut in die Logig meines Beitrages. Google braucht eine Plattform, welche es mit seinen Services verknüpft, um dann Geld zu verdienen. Apple dagegen hat mit seinen Stores beste Erfahrungen gemacht, nicht zuletzt um seine Hardware in den Markt zu bringen.
Was hat es eigentlich mit den Ankündigungen von Google zum GoogleTV auf sich? Die Frage stellt sich um so mehr, da man doch schon heute wunderbar mittels DVB-Tuner seiner Wahl, sowie bspw. einem iMac 27″ und Frontrow als MM-Home-Oberfläche, längst eine Lösung hat, welche Google hier ankündigt. Und als Nutzer einer solchen Lösung kann ich nur bestätigen, das diese sogar phantastisch gut funktioniert, inkl. aller TV-Optionen welches mir ein WLAN und das Web noch zusätzlich bieten. Dabei steht das Design der Qualität und Ästhetik von Marken wie Braun, Wega, Loewe oder Bang&Olufsen in absolut nichts nach …
Um Googles Absicht zu verstehen, lohnt ein Blick auf das, was Google mit seinem Betriebssystem Android eigentlich will und warum es dieses System gratis und als offene Ressource in die Weltgemeinde wirft. Gratis ist bekanntlich nicht mal der Tod, denn der kostet uns das Leben. Man sollte sich da von Google nicht blenden lassen.
Ungeachtet, dass der Großteil unserer Gesellschaft es immer noch denkt: Beim Internet geht´s heute längst nicht mehr um gute DSL-Zugänge, um fix zu googlen, oder um ein schickes iPhone, um das Internet von unterwegs zu nutzen. Die Entwicklung greift inzwischen viel weiter in unsere Lebens- und Alltags-Kultur ein, denn es geht um das Web als permanenter Lebens- und Kulturraum, bei dem Virtualität und Realität sich bereits jetzt und ständig überlappen. Dabei bewegen wir uns im permanenten “Betastadium”, nichts ist irgendwann mal fertig und nie schaffen wir es, etwas komplett zu erfassen. Ein “Flow”, der für viele Kulturschock und Überforderung darstellt und dem sich oftmals durch Verweigerung zu entziehen versucht wird. Wobei es bei diesen Verweigerern nebenbei bemerkt, nicht primär um ältere Menschen geht, sondern eher um unsere generelle “Prägung”. Peter Kruse hat das in einem Beitrag auf der re:publica ganz wunderbar dokumentiert.
Im September steht nun der 15. Trendtag in Hamburg an, welcher das Thema “Flow Controll” hat. Im Blog zum Event finden sich zwei wirklich gute Videohäppchen von Nico Lumma. Er schildert, wohin wir uns gesellschaftlich und kulturell hinbewegen und welchen Einfluss dies auf unser Informations- und Kommunikations-Verhalten hat. Aus dem “New Work” und “E/M-Business” kommend beschäftigen mich die Veränderungen in Technologie, Organisation, Kommunikation und Umgangskultur seit langem und oft war ich über die deutsche Schlafmützigkeit frustriert. Inzwischen scheint es aber auch hierzulande (endlich!) eine nennenswert große Gruppe an Menschen zu geben, welche gelernt haben im “Flow” zu leben und diesen für sich nutzen. In dem Kontext gefallen mir auch die beiden Bücher von Markus Albers sehr (Morgen komme ich später rein) (Meconomy).
Vieles, wenn nicht alles, was Lumma im Interview sagt, kann ich aus eigenen Erfahrung nur bestätigen. Das Internet Anfang 2000 war eine technisch getriebenes. Das Internet heute hat für mich zum ersten mal eine Bedeutung, wie es die kulturellen Ereignisse und Kommunen der 68ger hatten, was eine ganz andere Qualität und Kraft darstellt. Ich bin mehr als gespannt, welchen Einfluss das alles auf uns in den nächste zehn bis zwanzig Jahren hat.
jo)
PS. Für einen alten Werber, wie mich, waren auch die einleitenden Worte zu den Clips sehr interessant, in denen es um die Entwicklung von Kommunikations-Agenturen geschieht. Sollte sich jeder Werber gut vor Augen führen ,-)
Ein schöner Beitrag in der 3sat-Mediathek zum Thema Stress, weshalb er heute höher ist als vor Jahren, welche Risiken darin für den Einzelnen, wie auch unsere Gesellschaft liegen und wie man dem begegnen kann. Sehr sehenswert, finde ich …
Normal finden sich solche Clips ja nicht hier, aber da eine Pepperoni mit im Spiel ist und zeigt wie man Power auf ein Maximum reduzieren kann, gibt`s eine Ausnahme ,-)