Besser Reallife, als Facebook …

Nach vielen, Stunden Beschäftigung mit dem Thema Facebook bin ich zu der festen Überzeugung gekommen, dass vor allem ein Verein von Facebook profitiert, nämlich „Facebook“! Alle anderen Beteiligten liefern nur unendliche Zeit und private bis intime Daten im Austausch gegen rudimentärste und trivialste Kommunikation bzw. Interaktion. Mir kommt Facebook vor wie ein gigantischer Lemming-Treff mit angehängter Verwurstungs-Maschine.

Um im Netz gefunden zu werden benötige ich nicht Facebook! Um mich zu vernetzen auch nicht! Mag sein, dass die eine oder andere Fanpage dem Ersteller einen Nutzen bringt, nämlich seine Community zu pflegen und manchmal in seinem Sinne zu „steuern“. Vorausgesetzt, sie erreicht nicht nur eine wirklich hohe Anzahl an Buddys (Quantität), sondern deren echte Interessen und ihr Nutzerverhalten trifft auch auf das „Profil/Fan-Thema“ zu (Qualität). Reichweite allein, hat noch nie etwas gebracht!

Zu überprüfen wäre aber auch hier der Aufwand den man als Input für das Ergebnis leisten muss, um einen wirklichen Effekt zu erzielen … Als Künstler mit einer größeren Zielgruppe, mag man bspw. eine Chance haben, das Medium für sich zu nutzen (Buddys = Fans = Lemminge), zumindest solange der Hype um Facebook anhält.

Ich persönlich halte mehr von Familie, Freunden und Netzwerken im „Reallife“ um zu sozialisieren und vernetzt ins Geschäft zu kommen. Als Hilfsmittel der Kontaktpflege kommen nach wie vor erst einmal Visitenkarte und ein Profil auf XING (zum nachschlagen), sowie Folder und/oder eine allg. Webadresse zum Einsatz. Um über Distanz den Kontakte zu halten mag ich persönlich Skype, Mails und … das Bloggen. Via aktivem (!) Weblog(s) kann ich meine Reputation als Unternehmen(r) bzw. Dienstleister erheblich stärken und zudem einen Zusatznutzen in meinem Angebot bieten. Solange die jeweiligen Privat-, Sozial- und Geschäfts-Kontakte grundsätzlich „heil sind“, hat das hat eine völlig andere Qualität, als die Trivialitäten auf Facebook & Co.

Twitter, als Medium innerhalb eines begrenzen Fachkreises ist auch eine ganz nette Wissens und Austausch-Ergänzung. Oder ich habe zigtausend Follower (Lady Gaga, u.a.), so dass ich diese mit trivialen Infohäppchen beglücken und beeinflussen kann … In dem Fall lassen sich schon mal (Millionen) einsammeln, wenn auch nicht immer legal.

Meinen Facebook-Account werde ich zwar vorerst nicht löschen, so doch einschlafen lassen, … Ich glaube, das Facebook ein gigantischer Hype ist, der in absehbarer Zeit zusammenbrechen wird, so wie Second Life. Andererseits, vielleicht bin ich ja mit knapp 56 auch einfach nur zu alt geworden, die Genialität der Online-Einrichtung „Facebook“ zu begreifen? :-)

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