Connectivity vor Kostenersparnis

Das bevorzugte Argument von Herstellern und Verkäufern von Videokonferenzen lautet: „Sie sparen Reise- und Personalkosten!“ Stimmt durchaus, so hat bspw. Vodafone laut Vortrag Dr. Uwe Schwenn auf dem Viktastag bspw. in knapp drei Jahren 20% der Reisekosten gespart. Klingt nach nicht besonders viel Geld, sind in der Summe allerdings 50 Millionen Dollar … Pro Jahr !!! Eine Zahl, die zweifellos jeden auf „Hardfacts“ fokusierten CEO oder CFO freut und inspiriert …

Dennoch ist dieser deutliche Nutzwert nicht der eigentliche „Gewinn“ bei Video- und Web-Konferenzen. Denn der liegt nicht beim Geld, sondern vor allem in der gewonnenen „Connectivitiy“ …

Der nachfolgende Textauszug aus dem Essay der gerade erschienenen Beilage „Internet Spezial“ in der Zeitschrift „ZEIT“ beschreibt wunderbar, was alle unsere Interviews ergeben haben, sobald man Nutzer von Videokonferenz-Technologie befragt:

Als das Internet aufkam, dachten viele Experten, nun löse sich die Arbeitswelt auf, und wir würden alle zu selbstständigen Anbietern unserer eigenen Arbeitskraft werden – online, im Büro, im Wohnzimmer und, ganz toll, am Strand. Doch das war zu einfach gedacht, es kam nicht so. Die meisten von uns haben nach wie vor einen Arbeitgeber, haben Arbeitszeiten und einen außerhäuslichen Arbeitsplatz. Mit anderen Worten: Die Hülle hat Bestand, doch in ihrem Inneren hat sich vieles verändert und verändert sich weiter. Der durchschnittliche Arbeitnehmer entscheidet und verantwortet heute viel mehr als früher, er paktiert mit Lieferanten und Kunden, geht in Teams und verlässt sie wieder, muss im schnellen Takt lernen und verlernen. Der Mehrwert wird vielfach nicht mehr an einzelnen Arbeitsplätzen geschaffen, sondern in der Beziehung zwischen den Menschen. … Die Verbindung ist wichtiger als die Sache selbst.

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